24.09.2020: Die wirtschaftliche Betätigung gemeinnütziger Organisationen

Die wirtschaftliche Betätigung gemeinnütziger Organisationen

Achtung: Die Tagungsunterlagen sind nun abrufbar.

Wann: Donnerstag, 24. September 2020, 08:50 Uhr

Wo: Mediencampus Villa Ida der Sparkassenstiftung Leipzig, Poetenweg 28, 04155 Leipzig

Was:
Die Verfolgung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke ist meist sehr kostenintensiv. Unabhängigkeit von den Unwägbarkeiten externer Geldzuflüsse durch staatliche Zuschüsse oder privaten Spenden gewährt steuerbegünstigten Körperschaften allein eine solide Innen- bzw. Selbstfinanzierung, vergleichbar ihren gewerblichen Pendants in der „Wirtschaft“. Zu diesem Zweck bieten sie gegen Entgelt ganz unterschiedlichste Leistungen am Markt an. Diese wirtschaftliche Betätigung reicht dabei von der rentierlichen Anlage des eigenen Vermögens (Vermögensverwaltung) über den steuerbegünstigten Zweckbetrieb bis zum steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Die ökonomische Notwendigkeit des „Geldverdienens“ steht dabei in einem Spannungsverhältnis zum Selbstverständnis altruistischen Handelns und der Wettbewerbsneutralität des steuerlichen Gemeinnützigkeitsrechts. Deshalb sehen die §§ 51 ff. AO ein für diese Bereiche fein austarierendes System vor, das dieses Spannungsverhältnis auflösen soll. Zentral ist hierbei die Zuordnung der einzelnen wirtschaftlichen Betätigungen zu einer der drei vorgenannten wirtschaftlichen Sphären. An diese knüpft nicht nur die Frage der Steuerbefreiung an, sondern ebenso, ob einerseits Gewinne erzielt werden dürfen (Zweckbetrieb) oder sogar erzielt werden müssen (wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb/Vermögensverwaltung) und ob andererseits einmalige oder dauerhafte Verluste schädlich sind.

Wer:
Zu Beginn der Veranstaltung werden Frau Steuerberaterin Dr. Karoline Schwarz und Herr Steuerberater Kai-Uwe Jäckel im "Update" die aktuellsten Entwicklungen im steuerlichen Gemeinnützigkeitsrecht nachzeichnen. Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, wird Frau RAin Judith Mehren zunächst einen groben Überblick über die Abgrenzung der drei wirtschaftlichen Betätigungssphären vornehmen. Im Anschluss widmet sich Frau Regierungsdirektorin Annika Maaßen im Detail der schwierigen Abgrenzung des Zweckbetriebs vom wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs anhand der Generalklausel des § 65 AO. Frau Steuerberaterin Christiane Hoppe wird darauf aufbauen nachzeichnen, welche praktischen Folgen mit dem freiwilligen oder unfreiwilligen Wechsel zwischen wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb und Zweckbetrieb einhergehen. Der nachfolgende Themenblock ist der Zulässigkeit von Gewinnen und Verlusten im Rahmen der wirtschaftlichen Betätigung gewidmet. Frau RAin Dr. Julia Runte führt hierzu aus, in welchem Umfang in den einzelnen wirtschaftlichen Betätigungsbereichen Gewinn erzielt werden dürfen oder sogar erzielt werden müssen, damit die Steuerbegünstigung nicht gefährdet wird. Spiegelbildlich gehen Frau RAin Dr. Almuth Werner und RA und Herr Steuerberater Dr. Ralph Bartmuß dieser Frage für Verluste nach. Zum Abschluss wird Frau Dipl. Finanzwirtin, MBA, MPM Carina Leichinger die Besonderheiten des sogenannten Zweckverwirklichungsbetriebs im Hinblick auf die vorgenannten Themen aufzeigen.

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letzte Änderung: 20.01.2021

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